Antriebsarten

Bei den Slotcars im Maßstab 1:32 kommen üblicherweise die folgenden Antriebsarten vor:

1) Sidewinder

Beim Sidewinder sitzt das größere Spurzahnrad auf der Achse. Der Motor ist parallel zur Antriebsachse verbaut und das kleinere Ritzel treibt in umgekehrter Drehrichtung an. Im Beispiel hier (Chassis vom ProSlot Ferrari 360 Modena) bestehen Motorritzel und Spurzahnrad aus Kunststoff. Im Zubehörbereich (z.B. von Slot.it) gibt es aber auch verschraubbare Spurzahnräder in verschiedenen Zahnungen, ebenso natürlich wie passende Ritzel.

[Hier erkennt man im Frontbereich zusätzlich die sogenannten Stummelachsen, d.h., dass hier keine durchgehende Vorderachse verbaut wurde. Eigentlich könnten sich nun die vorderräder in den Kurven unabhängig von einander drehen, was einen Vorteil bedeuten könnte. In der Praxis sind Stummelachsen aber eine sehr wackelige Angelegenheit. Daher haben sie nicht viele Freunde.] 

2) Inliner 

Beim Inliner sitzt das Kronzahnrad meist mittig auf der Achse. Der Motor ist rechtwinklig dazu verbaut. Im Allgemeinen wird hier ein recht leiser Lauf erreicht, auch bei out-of-the-box-Fahrzeugen. Verschraubbare Kronräder werden im Handel auch angeboten. Bronze als Material ist dabei von der Verschleißfestigkeit dem Aluminium vorzuziehen.

[An diesem Ninco-Porsche-Chassis ist der Einsatz von Stoßdämpfern zu erkennen. Diese kommen dem Fahrverhalten aber nicht unbedingt zugute, denn sie bringen eine Menge Flexibilität in die Angelegenheit. Zudem setzt Ninco hier an jeder Achse 4 Messinglager ein, was schon beim Drehen mit der Hand auf viel Reibung schließen lässt.]

 

 3) Anglewinder

Beim Anglewinder treibt das zumeist konische Motorritzel das auf der Achse befestigte Schrägzahnrad an - hier beträgt der Winkel zwischen Motorachse und Antriebsachse 22,5°. Eine Kombination verschiedener Zahnungen ist auch hier möglich. Im vorliegenden Fall (Chassis eines Ninco BMW M3) sind Motorritzel und Schrägzahnrad aus Kunststoff und aufgepresst. Zubehörhersteller bieten aber auch Schrägzahnräder mit Verschraubungsflanschen an. Für den vorliegenden Ninco Anglewinder ist übrigens eine Verklebung des Motors mit dem Chassis zu empfehlen. Fahrverhalten und Lautstärke werden dadurch wesentlich angenehmer.

4) Frontmotor

 

Der Antrieb beim Frontmotor wird häufig als wellengetriebener Inliner realisiert. Dabei ist (wie hier beim Fly Alfa 147) die Welle durch eine Feder mit der Motorachse verbunden. Es wird oft empfohlen, das Lager vor dem Motorritzel, welches wie beim Inliner in ein Kronrad greift, durch Kleber zu fixieren, um dem Lauf seine Unruhe zu nehmen.

 

Echt coole Technik. Wusste

Echt coole Technik. Wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Antriebsarten gibt. Fehlt dem Chassis mit dem Frontmotor nicht Traktion an der Hinterachse?
Grüße!

Richtig - daher haben diese

Richtig - daher haben diese Modelle normalerweise einen Magneten vor der Hinterachse oder sind dort sehr gut verbleit Eye-wink

Antrieb Fly Fahrzeuge

Zur Info:

Fly Fahrzeuge haben immer (Ausnahme sind die Racingvarianten) den Motor dort wo er in Wirklichkeit auch seinen Platz hat.

Beispiele: Ford Capri: Frontmotor
Ford GT 40: Mittelmotor
Porsche 911: Heckmotor

Auch Frontmotorfahrzeuge können richtig austariert extrem schnell sein.

Gruß

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