Carrera

An Carrera kommt man ja nicht so einfach vorbei, wenn man autorennbahnbegeistert ist und in einem deutschsprachigen Land lebt. Insbesondere gilt das ja, wenn man hier seine Kindheit verbracht hat, denn da müsste man mit einiger Wahrscheinlichkeit mit der firma Carrera und ihren begeisternden Fahrzeugen in Berührung gekommen sein. Daher präsentieren wir hier einmal einige selbst gekaufte und zum Teil schon ausgiebig gefahrene Slotcars von Carrera (oder unter anderem auch ein paar geplante Käufe - na ja, manche Fahrzeuge mussten wir uns aus Kostengründen auch ausleihen, denn ganz so viel Geld haben wir doch nicht ständig zur Verfügung). Wir hoffen aber immerhin, dass wir mit den präsentierten Rennfahrzeugen von Carrera einigen Freunden und Freundinnen der Autorennbahn im heimischen Wohnzimmer oder im heimischen Garten etwas Vergnügen bereiten können oder auch einige Einsichten im Detail liefern. Im besten Fall geben wir sogar ein paar kleine Anregungen, welche berühmten Rennautos aus der Deutschen Tourenwagen-Masters-Serie oder aus der Formel 1 man einmal selber zum eigenen Vergnügen über den Rundkurs jagen kann - da wird man  bei Carrera ja auch eigentlich gut fündig. Wir wünschen daher allen, die an Autorennbahnen (denn ein Bahnsystemhersteller ist Carrera ja auch schon seit langer Zeit) und Slotcars von Carrera Freude haben, viel Spaß und ein stundenlanges Rennvergnügen damit. Die von uns ebenfalls präsentierten Streckenvorschläge sind zugegebenermaßen nicht alle immer vollständig wohnzimmertauglich, teilweise braucht man für den Aufbau sogar auch ein deutlich größeres Zimmer, einen Dachboden oder gar den ganzen eigenen Garten zum Aufbau. Letzteres gilt natürlich nur dann, wenn auch das Wetter einigermaßen stabil ist - man möchte ja nicht mit dem Rost zu kämpfen haben! Jedenfalls haben wir deswegen die Abmessungen immer angegeben, um die Entscheidung für einen geeigneten Standort zu erleichtern -  jedenfalls so weit es möglich war. Unserer Erfahrung nach kann man mit den technischen Spielwaren von Carrera sehr viel Spaß haben, egal ob es sich um das digitale System handelt oder ob man ganz klassisch im Analogbetrieb fahren möchte. Die Streckenvorschläge, die wir angeben, lassen sich jedenfalls in der einen wie der anderen Weise nutzen und entsprechend anpassen, indem man eben die geeigneten digitalen Teile hinzufügt oder weglässt beziehungsweise gegen analoge Schiene austauscht oder umgekehrt. Wenn also dem einen oder anderen Anhänger der Digitaltechnik die Beschränkung auf feste Spuren zu eng wäre, dann ließe sich durch den Einsatz entsprechender Weichen oder durch Pitstop-Erweiterungen schnell die geeignete Anpassung vornehmen, um auch dem Digitalbetrieb und seinen erweiterten Möglichkeiten Rechnung zu tragen, was die taktische Spielführung und die teilweise rasanten Überholmanöver betrifft, die durch den Einsatz des Spurwechsels realisierbar werden. Hier ist natürlich ein Wort der Warnung angebrachte, denn die taktischen Spielmöglichkeiten gehen mit einem erhöhten Risiko für Unfälle einher, was es besonders nötig macht, die Fahrerinnen und Fahrer am Drücker darauf hinzuweisen, dass etwas gesunder Menschenverstand nötig ist, um die Wagen ohne größere Risiken digital zu bewegen und Karambolagen zu vermeiden. Unserer Einschätzung nach sind die Fahrzeuge von Carrera in den letzten Jahren übrigens immer ansehnlicher geworden. Das ist ja schön für so ein faszinierendes Hobby.

Carrera 27113 Evolution Ferrari 575 GTC JMB Racing Campionato Italiano 2004

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004
Für alle, die bisher dachten, ein Ferrari müsse unbedingt ferrarirot sein und einen Tropfen Blut im Lackfinish haben, hier ein Affront: ein schwarzer Ferrari 575 von 2004. Die Rätselfrage ist aber: wo fuhr der eigentlich? Im Jahre 2004? Für JMB? Die waren doch mit 550er Maranellos unterwegs, oder?

Scrollt mal nach unten Cool - also von uns aus gesehen ganz nach unten!

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Ja, oder klickt einfach für eine größere Version auf das hier oberhalb abgedruckte Bild. Dann sollte sich eine neues in einm neuen Fenster öffnen.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Ferrari-Heck in typischer und bewährter Form. Es wirkt jetzt auch durch die schwarze Farbe nicht weniger markentypisch.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Auch die Seitenansicht macht uns jetzt nicht zu schaffen. Es ist offensichtlich genau die Art von Silhouette, die man erwarten würde, wenn eine Ferrari von rechts nach links durchs Bild fährt.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Ja, oder von links nach rechts, also in umgekehrter Richtung.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Wer das Glück hätte, ihn von oben von links nach rechts durchs Bild fahren zu sehen, würde ihn so zu Gesicht bekommen wie hier. Dazu müsste man aber schon irgendwie flach auf einem Glasdach liegen, ist jedenfalls zu vermuten.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Ja, man scheint hier auch irgendwie alternative Heilmethoden zu bevorzugen. Wenn das im Falle eines Unfalles einmal gut geht!

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Aber man kann sonst ja immer noch eine Runde easy gas tanken. Wenn man einen für Erdgas ausgelegten Verbrennermotor montiert, das wäre natürlich die Voraussetzung.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Auch die innen bedruckte Lufthutze gestaltet Carrera detailgetreu nach.

Carrera Ferrari 575 GTC JMB Racing Monza 2004

Geheimnisvoll, geheimnisvoll: Wo ist denn ein schwarzer Ferrari 575 für JMB Racing 2004 gestartet, d.h. wo fuhr denn dieses Modell, das hier in limitierter Auflage bei Carrera vertrieben wird?

Wenn man sich zunächst auf die Suche macht, stellt man fest, dass JMB im Jahre 2004 mit 550er Maranellos in die Rennen gegangen ist - nicht mit 575er Maranellos. Und ein 575er mit der Nummer 4 lief mit Lorenzo Casé und Marcello Zani bei JMB erst 2005 in der Meisterschaft.

 

Ein Rätsel also, denn viele Tabellen führen für das Campionato Italiano GT 2004 gar keinen 575er. Einiges spricht aber dafür, dass der 575er im Jahr 2004 den normalerweise eingesetzten 550er von JMB beim Rennen in Misano vertreten hat ... 

Und tatsächlich erhält man über den Namen des Fahrers auch einen fotografischen Hinweis. Auf der Webseite von Mattéo Malucelli kann man genau das Carrera-Modell in limitierter Auflage entdecken. Und, richtig: es stellt sich als eine Granate heraus

Schnellste Runde 2004 auf dem Autodromo Internazionale di Misano - Misano Adriatico: Lorenzo Casé/ Mattéo Malucelli No. 4, Ferrari 575 Maranello GTC. 1:31,011. 160,596 km/h.

Und gewinnen konnten sie die beiden Läufe auch:

Hut ab!

Carrera 27263 Evolution De Tomaso Pantera Gruppe 5 Le Mans 1979

Carrera 27263 Evolution De Tomaso Pantera Gruppe 5 Le Mans 1979Bei den 24 Stunden von Le Mans in der Gruppe 5 unterwegs: Gianfranco Brancatelli, Carlo Pietromarchi und Maurizio Micangeli in der alten Pistensau, dem De Tomaso Pantera, der auch ein Verkaufsschlager für De Tomaso war! Jedenfalls hat der De Tomaso Pantera eine für diese kleine aber feine Rennwagenschmiede doch tatsächlich eine sehr hohe Anzahl an verkauften Einheiten erreicht, die zusammen mit dem nicht gerade günstigen Preis des Ganzen dafür gesorgt haben, dass die Lewonzen in der Betriebskasse der Rennwagenschmiede De Tomaso im italienischen Villa de Fantasia oder so ähnlich nur so geklingelt haben. Naja, wir müssen natürlich zugeben, dass die Firma De Tomaso natürlich nicht in irgendeiner Villa de Fantàsia oder so zu Hause war, sondern in Modena, einer Stadt, die jedenfalls für Automobilenthusiasten nicht eine der ganz unbekannten ist, wenn man mit diesem typisch italienischen Understatement heir einmal punkten zu können glaubt.

Wohl dem, der so einen zum Geburtstag bekommt! Und man muss sagen: das hat Carrera sehr schön hingekriegt, dieses Auto, das der Traum jedes Gruppe-5-Autoquartetts war ;)

Im Prinzip fehlt nur noch eine Slotcar-Marke, die den De Tomaso Mangusta bringt, der vielleicht noch eine Ecke mehr Kantigkeit besitzt. Wenn man das einmal so ausdrücken will.

Carrera De Tomaso PanteraEine beeindruckende Gestalt ist dieser De Tomaso ja schon, wenn man das einmal so sagen will, auch von oben Cool. Man sieht das im unteren Bild, oder jedenfalls dem Bild, das wir hier mit Fug und vielleicht auch mit Recht das dritte Bild nennen wollen.

Die Frage ist ja jetzt nur, wie sich dieses Fahrzeug denn eigentlich so gemacht hat in Le Mans 1979. Die drei Fahrer, die sich die 24 Stunden von Le Mans im Jahre 1979 brüderlich teilten, waren allesamt Italiener, nämlich hatten sie so wohl klingende Namen wie Gianfranco Brancatelli (Italien), Carlo Pietromarchi (Italien) und Maurizio Micangeli (Italien). Hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass alle drei italienischen Fahrer aus Italien stammten? Nein? Dann tun wir es eben jetzt. Was aber dabei zu beachten ist, ist die Tatsache, dass trotz der flotten Lackierung, die der De Tomaso Pantera hier aufweist, die drei Fahrer nicht ausreichend Strecke zurücklegten, um im Gesamtklassement gewertet werden zu können. Na, wir würden sage, dass aber hiermit sicherlich eine Herausforderung geschaffen wurde, diese Misere auf der heimischen Carrerabahn nicht mehr zuzulassen. Übrigens muss man nur enmal die Dokumentation des Ganzen betrachten, um herauszufinden, dass in der Gruppe 5 +2.0 eine andere Marke siegreich war, nämlich die Firma Porsche. Die siegreichen Fahrer waren Klaus Ludwig (Deutschland) , Don Whittington (Vereinigte Staaten von Amerika) und der vermutlich irgendwie mit ihm verwandte Bill Whittington (Vereinigte Staaten von Amerika), die mit einem Kurzheck-Porsche 935 K3 an den Start gingen.

Carrera De Tomaso Pantera Aber gibt es den überhaupt von der Firma Carrera? Unseres Wissens haben wir den jedenfalls noch nicht gefunden. Er trug übrigens die Startnummer 41. Man kann ja jetzt doch einmal versuchen, ob man aus Gründen des schönen Startfeldes diesen Porsche doch noch bekommt und ihn gegen den sehr hübschen Boliden aus der Feder und aus der Werkstatt von De Tomaso antreten lassen kann, um zu sehen, ob sich die historischen Ereignisse nun wiederholen oder nicht. Wir würden hier ja keine Wetten abschließen, müssen aber der Fairness halber zugeben, dass wir noch nicht in der Lage waren, diesen Wagen auf der Rennstrecke entsprechend auszutesten. Wenn das aber erfolgt ist, taucht er sicher irgendwo in unserer Liste auf, mit der wir ja auf der Suche nach dem schnellsten Slotcar sind, und wir hoffen, dass der Carrera 27263 Evolution De Tomaso Pantera dann nicht nur so eben einen Platz haben wird, mit dem er geschwindigkeitsmäßig unter "ferner liefen ..." herumkraxeln kann.

Carrera 27264 Evolution De Tomaso Pantera Gr. 5+

Da ist er, einer der ganz großen automobilen Schönlinge der 1970er Jahre, so könnte man sagen. Das ist sehr nett von der Firma Carrera, sich solcher Kleinode anzunehmen, finden wir jedenfalls. Im Bereich des Autoquartetts fanden wir den DeTomaso Pantera jedenfalls immer besonders hübsch, denn er repräsentiert eine gelungene Mischung aus keilförmiger Kraft und flunderhafter Flachheit, und alleine die Alliterationen zeigen ja schon, dass es sich hier um ein ganz wunderbares Gefährt handeln muss, da wird doch ein jeder und eine jede zustimmen müssen. Nicht unverdient ist dieses Modell am Gebrauchtwagenmarkt eine echte Rarität. Der De Tomaso hat gewaltige Motoren gehabt, die irgendwo jenseits der 300 PS an Leistung gebracht haben. In der hier aufgebrachten Bedruckung sieht der Pantera auch ein wenig pantherschwarz aus, was nur durch die dynamischen Streifen etwas verborgen wird. Aber so richtig konnten wir bisher nicht erkennen, an welchem Rennen ein originaler De Tomaso in dieser Lackierung und mit dieser Startnummer teilgenommen haben soll, wenn man sich jetzt einmal auf die so genannte wirkliche Welt bezieht. Die österreichische Firma Carrera gibt sich hier ja auch immer ein bisschen bedeckt, was eventuelle Fahrer oder die jeweiligen Rennen angeht, an denen die Fahrzeuge teilgenommen haben. Das ist natürlich ein wenig bedauerlich, aber es ist wohl so leicht nicht zu ändern. Jedenfalls bleibt es ja den kleinen Automobilisten wie uns dann überlassen, die Renntauglichkeit der Fahrzeugmodelle im Selbstversuch auf der Autorennbahn im heimischen Haus oder im häuslichen Heim auszutesten.

Was aber auf jeden Fall von bleibendem Wert ist, das ist ja die schöne optische Anmutung des Boliden. Das beginnt eigentlich schon mit dem originalgetreuen Schriftzug an der Autotür. Man hat sich bei Carrera da Mühe gegeben, einen Teil des sportlichen Designs mit in die Details des Schriftzuges zu übernehmen.

Die Sponsoren, die sich auf der Seite des Fahrzeuges erkennen lassen, kommen ja gleichermaßen aus dem Automobil- wie aus dem Sportbereich. Hier sind sowohl der Hersteller von Stoßdämpfern, Bilstein zu sehen, als auch Champion mit seinen Zündkerzen und Fila, die ja 1911 gegründet wurden und allmählich zu einem großen Ausstatter in Sachen Sportbekleidung aufgestiegen sind.

Sehr interessant sehen an diesem Modell ja die Felgen aus. Während man aber dem anderen von Carrera hergestellten Modell auch in ähnlicher Form in der Wirklichkeit auf die Spur kommt, kann man hier nicht so leicht nachprüfen, ob in der tat bereits ein real existierender Wagen in genau dieser Anmutung gefahren ist.

Konsequent geht man jedenfalls vor, was den Hersteller der Reifen angeht: sowohl auf der Front des Wagens als auch auf den Reifen selber ist das Signet von Dunlop abgebildet. Insgesamt wirkt das schon stimmig.

Carrera 30519 Opel GT Steinmetz DRM 1972

Es gibt da eine ganze Reihe von Fahrzeugen, die ganz ihrer historischen Bedeutung verhaftet sind. Ein Fahrzeug wie der Opel GT ist sicherlich zu diesen zu zählen. Entworfen wurde die charakteristische Karosserieform von dem deutschen Automobildesigner Erhard Schnell, und zumindest in dieser Tourenwagenvariante dürfe dieser Name ja auch Programm des Automodelles sein. Schnell, der 40 Jahre lang Designer bei Opel gewesen ist, hat hier vielleicht sogar sein Meisterstück abgeliefert. Insgesamt sind vom Opel GT ja gut 100 000 Exemplare gebaut und verkauft worden, und zwar in einem Zeitraum von knapp 5 Jahren, zwischen 1968 und 1973. Der Opel GT teilt sich mit der legendären Corvete C3 ja das markante, so genannte "Coke-Bottle Design" der Karosserie also die Form mit charakteristischen Einbuchtungen und Rundungen der Seitenlinie und den rundlichen Kotflügeln. Welche Designer jetzt genau an Opel GT und Corvette C3 gearbeitet haben, das ist uns nicht so ganz bewusst, schon gar nicht, ob es da vielleicht sogar Synergieeffekte durch gemeinsames Arbeiten gegeben haben könnte. Jedenfalls stammen ja beide Fahrzeuge aus dem Hause General Motors. Wie dem auch sei, der Opel GT bestach ja in den Varianten mit 1100 beziehungsweise 1900 Kubikzentimeter Hubraum nicht so besonders durch fulminante Pferdestärkenzahlen, er lief in den USA wohl auch eher unter der liebevollen Bezeichnung "baby Corvette". Während der Prototyp noch eckige Klappscheinwerfer hatte, ist die heute bekannte und lieb gewonnene Form die mit den runden Klappscheinwerfern. Der Opel GT Steinmetz von 1972, den Carrera hier vorstellt, müsste mit seiner Startnummer 70 eigentlich bei den 500 Kilometern vom Nürburgring am 03.09.1972 an den Start gegangen sein. Viel hat man von ihm da wohl nicht gesehen und gehört, denn der Fahrer Werner Christmann kam wohl nicht so richtig ins ziel mit dem Opel GT. Aber schön anzusehen ist der Opel GT steinmetz auf jeden Fall. Die klassische Lackierung in gelber und roter Farbe wird auch von Carrera sehr gut herausgebracht. Auch die charakteristischen Gumminöppel, die die Motorhaube festhalten, hat man beim bedrucken nicht vergessen. Aber klappen auch die Scheinwerfer hoch und runter? Das klingt jetzt eher unwahrscheinlich. Aber Rückspiegel und Türgriffe in Chromoptik, die sind natürlich dabei.

Carrera 30698 Digital 132 Porsche 918 Spyder "Martini Racing No. 23"+

Dieser Porsche 918 Spyder ist ein ausgemachter Supersportwagen, und im Martini-Design gefällt er uns natürlich ausnehmend gut! Die Leistungen dieses autombilen Meisterwerkes aus Zuffenhausen sind natürlich über jeden Zweifel erhaben. Man kann sich von Hubraum und Leistungsdaten im Internet ja auch so sein eigenes Bild machen. War der Porsche 918 Spyder zunächst nur als reines Konzeptfahrzeug konzipiert worden (daher auch die Bezeichnung "Konzeptfahrzeug"), so wurde er später in einer auf 918 Fahrzeuge limitierten Auflage zum Kauf angeboten, bei der der Grundpreis so in der Gegend von 768 000 Euronen gelegen haben müsste, wenn uns unsere Quellen nicht ganz im Stich lassen.

Nun, als betuchter Privatmann kann man also mit solch einem Fahrzeug quasi Renflair genießen, umso mehr als Martini ja ein ganz klassisches Motorsportdesign zur Verfügung stellt.

Bei diesem Modell des österreichischen Herstellers Carrera, das ganz gewiss in ordnungsgemäßer Lizenz hergestellt worden sein müsste, funktionieren sogar Front- und Heckbeleuchtung fast wie im Original.

in der Sicht von oben fallen wieder die schön geschwungenen, an die Windkanaloptimierung erinnernden blauen und roten Streifen auf, die die Hinterbacken des Fahrzeuges umschmeicheln.

Während von der Seite in der Tat eine Startnummer 23 auf der Seitentür erkennbar ist, fragen wir uns natürlich schon, ob es sich wirklich um ein Fahrzeug für die Rennstrecke handeln soll.

Das Nummernschild "S-XR 42" deutet ja darauf hin, dass es sich hier eher um ein Fahrzeug mit Straßenzulassung handeln dürfte.

Übrigens wirkt ja das Heck des Porsches sehr gelungen bis hin zum kleinen Diffusor an der Unterseite des Fahrzeuges.

Die Bedruckung weist auch kaum Makel auf, also hier hat man sich offenbar sehr große Mühe gegeben, ein Fahrzeug herzustellen, das sich besonders gut im Zusammenspiel mit der anderen Ausgabe in der Gulf-Lackierung macht.

Der Fahrer  mit seinem schwarzen Schnäuzer wirkt uns allerdings irgendwie ein bisschen fadenscheinig. Woher dieser Eindruck bloß rühren mag? Wir hoffen natürlich, dass der Fahrer verantwortungsvoll mit den insgesamt 887 PS der drei Motoren (ein Heckmotor als Verbrenner, zwei Elektromotoren, jeweils einer davon an der Vorder- und der Hinterachse) umgehen kann. Auch dem begeisterten Slotracer wünschen wir, dass er die Modelle nicht ruiniert.

Carrera 30736 Digital 132 Porsche 917K Martini International "No.2", Kyalami 9h 1970+

Ja, in flotten Farben und mit schnittigen Formen kommt der kurzbeheckte Porsche 917 daher. Unserer Meinung ist das ein ganz gut gelungenes Modell, das ästhetisch zu begeistern vermag. Beizeiten werden wir und auch einem Erfahrungsbericht widmen, wie er uns bei der Suche nach dem schnellsten Slotcar so sinnvoll gelingen könnte. Aber bis dahin muss einmal eine Würdigung des schönen Äußeren dieses Fahrzeuges reichen.

Der Porsche 917 war einer der erfolgreichsten Sportwagen beziehungsweise Rennsportwagen der 1970er Jahre überhaupt. Und wenn man ihn so betrachtet, dann kann ja auch kein Zweifel bestehen, dass das Fahrzeug es mit der Sportlichkeit ernst gemeint hat.

In der Ansicht von der Seite erkennt man sofort, dass es sich hier um ein ausgesprochen flaches Fahrzeug handelt, was für die Fahreigenschaften in Kurven und für den Luftwiderstand nur von Vorteil gewesen sein kann! Sehr schön wirkt ja die gelbe Farbe mitsamt der roten Bedruckung in der Seitenansicht. Die Lackierung wirkt wahrscheinlich nicht ohne Grund so, als seien hier Verwirbelungen aus dem Windkanal sichtbar gemacht worden.

Das Rennauto bildet tatsächlich sehr schön originalgetreu das Fahrzeug ab, mit dem Jo Siffert und Kurt Ahrens 1970 in Kyalami bei den 9h von Kyalami Zweiter geworden sind.  Die schön geschwungene 2 auf der Seite wirkt genau wie in der Wirklichkeit.

Die Front ist optisch und in der Bedruckung wunderbar gelungen. Die leicht unterschiedliche Bedruckung der Scheinwerfer und den roten Streifen quer über den Gläsern der Scheinwerfereinsätze konnten wir jetzt an den zur Verfügung stehenden Bildern aus der Rennwirklichkeit nicht vollständig abgleichen, aber ästhetisch tut das dem Ganzen gar keinen Abbruch.

Wunderbar in der Draufsicht aber scheint der Motor gelungen zu sein. Oben auf der Motorhaube ist das wunderbare Lüfterrad zu sehen, das fast schon wie die Felge eines Reserverades anmutet.

Sehr schön ausgeführt wirken auch die Tankeinsätze.

Die nach hinten in eine Spoilerkante mündenden leicht ansteigenden Höcker der Motorhaube sind von der Anmutung her auch sehr gut gelungen.

Filigran wirkt die Detaillierung des Heckbereiches. Hier wird man ja fast schon davon Abstand nehmen wollen, dass mehrere Fahrzeuge hintereinander fahren können und ineinander krachen.

Carrera 30737 Digital 132 Porsche 917K Martini International "No.35", Watkins Glen 6h 1970+

Wilde Lackierung, noch wilderes Fahrgefühl, ja, so erscheinen sie einem heute im Rückblick, die 1970er Jahre. In manchen Kreisen zählt die Lackierung dieses Wagens ja durchaus in den psychedelischen Bereich, und dieser Aussage können wir uns nicht ganz verschließen. Immerhin landete der Wagen mit der Startnummer 35 und den Fahrern Gijs Van Lennep und Gérard Larrousse auf dem neunten Platz bei den 6 Stunden im amerikanischen Watkins Glen. Ironie des Schicksals: ein Mexikaner dominierte das Rennen.

Das Sechsstundenrennen von Watkins Glen stand ganz im Zeichen der Konkurrenz zwischen den beiden Konstrukteuren von Ferrari und Porsche. Der Ferrari 512 und der Porsche 917K lieferten sich ein erbittertes Rennen. Der Rennstall von Martini International schickte den hier von der österreichischen Firma Carrera nachgebildeten Porsche mit der Startnummer 35 ins Rennen.

Man sieht von der Seite schön, wie die Lackierung von Martini International nicht das übliche Streifendesign hat, sondern grüne und blaue Farbe fast kleine Wirbelwölkchen aus dem Windkanal abzubilden scheinen.

Auf der Front ist sehr schön das Signet der Zuffenhausener Firma Porsche abgebildet.Die Bedruckung der Scheinwerfereinsätze wirkt letzten Endes interessanter als man es bei vielen fotografischen Abbildungen aus dem Jahr 1970 erkennt, aber die Überklebung der Scheinwerfereinsätze ist nicht direkt an diesen Fotografien nachvollziehbar.

Von oben wirkt der Wagen in der Draufsicht fast etwas hippiesk.

Schön zu sehen am Heck sind das sehr große gelbe Lüfterrad über dem Motor und das Firmensignet Martini & Rossi, wobei ja bei den üblichen Martini-Renndesigns lediglich das Wort Martini dort erscheint.

Die Heckansicht gibt auch den Blick frei auf ein sehr filigranes Gestänge. Hier muss man vermutlich ein wenig Angst haben, dass ein unüberlegter Crash auf der Carrerabahn doch für einiges Ungemach sorgen könnte.

Immerhin kann man bei diesem Modell auch die Fahrernamen noch im Aufdruck deutlich erkennen.

Dass an dem Fahrzeug Reifenmaterial des Herstellers Firestone zum Einsatz kommt, ist sowohl dem Aufdruck auf den Reifenwänden anzusehen als auch dem Sponsorenaufdruck über dem Hinterrad.

 

 

Carrera 30749 Digital 132 Porsche 917K "J.W. Automotive Engineering, No.01" Daytona 24h 1970+

Ist das nicht genau die Art von Auto, das die 1970er Jahre auf vielen Rennstrecken dominiert hat? Als Slotcar bricht es nicht mit der eisernen Regel, dass, wenn ein Modell erst einmal in allen anderen Lackierungen abgefrühstückt ist, der findige Hersteller dann auch noch einmal schnell auf die Idee verfällt, rasch noch einmal eine Variante in einer Gulf-Lackierung auf den Markt zu werfen. Und siehe: auch in diesem Falle hat das bei uns den gewünschten Kauferfolg. Beziehungsweise muss man ja aus der Sicht des findigen Verkäufers eher sagen, dass es den gewünschten und intendierten Verkaufserfolg gezeitigt hat, dass man im Hause Carrera nach einer solchen oder ähnlichen Strategie verfahren zu sein scheint, die sich ja auf dem Markte auch durch andere Teilnehmer am Verkaufsgeschäft historisch wohl durchaus bewährt zu haben scheint. Wenn man es denn einmal so ausdrücken will. "J.W." steht hier allerdings etwas schamhaft für John Wyer, der als Automobilingenieur und Rennstallbesitzer eine lange Geschichte im Rennsport hat und über viele Jahre von Gulf gesponsert wurde, deren Lackierung ja einen sensationellen Ruf unter Sammlern genießt. Interessanterweise kam der hier vorgestellte Porsche mit der Startnummer 1 auf den zweiten Platz, währen der gleiche Porsche aus demselben Rennstall mit der Nummer 2 den ersten Platz in Daytona belegte. Für John Wyers war dies der erste (und gleichzeitig fulminante) Sieg seines Rennstalles seit dem letzten Erfolg. Daytona war übrigens überhaupt das erste große Rennen sowohl für den Porsche 917K als auch den Ferrari 512M.

Wenn man sich einmal die Bilder von Daytona 1970 absieht, dann kann man zunächst dem Fahrzeug bescheinigen, dass es wirklich sehr gut gemacht ist. In der Seitenansicht kommen die Kontraste zwischen den gulftypischen Farben babyblau und orange sehr schön zur Geltung. Ebenfalls fällt auf, dass Gulf sich ganz offenbar als Hauptsponsor verstanden hat. Es finden sich wenige andere Firmensignets auf der Fahrzeugseite, und  das entspricht dem Abbild der Wirklichkeit doch sehr stark.

In der Ansicht von vorne ist es aber fast so, dass der orange Farbaufdruck eigentlich an den Scheinwerfereinsatz heranreichen müsste. Aber wir wollen jetzt auch einmal nicht zu pingelig im Detail sein.

 

Carrera 30788 Digital 132 Porsche 918 Spyder "Gulf Racing No.02"+

Das ist nicht nur ein rasantes Gefährt, sondern auch ein hoch ästhetisch dekoriertes Auto, denn das Gulf-Design gehört ja zu den großen Klassikern des automobilen Rennsports, die auch in den Kreisen der Enthusiasten immer noch etwas enthusiastischer begrüßt werden als andere Designs, wenn man vom alten Klassiker Jägermeister einmal absieht. Das führt dann häufig dazu, dass ein Slotcar, wenn erst einmal die neue Form besticht, in ein paar unattraktiveren Designs auf den Markt gebracht wird. Wenn dann das Slotcar einmal in den unattraktiveren Designs verkauft ist, ist die Zeit dann gekommen, mit den gesuchtesten Designs an den Markt zu treten. Eigentlich ganz schön clever.

Was es so mit diesem Sponsoren der Rennsportszene im Detail auf sich hat, das ist mir nicht ganz klar, aber der Porsche 918 Spyder ist in einiger Deutlichkeit mit seinen Spezifikationen im Internet vertreten. So erfährt man von der sensationellen Leistung, mit der dieses Gefährt ausgestattet ist, das nämlich mit einer Mischung aus großvolumigem Ottomotor mit vielen Zylindern und gleichzeitig noch mit zwei unterstützend ergänzenden Elektromotoren ausgestattet ist. Somit kommt das Gefährt auf eine Leistung in der abseitigen Gegend von über 880 PS. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Der Fahrer im Cockpit des Porsches ist daher auch sehr angetan von dem Gefährt, das auf unserer Autorennbahn aber lediglich elektrisch unterwegs ist. Das ist im Unterhalt auch deutlich preiswerter. Und am Ende ist auch ein kleines Slotcar doch deutlich ressourcenschonender als ein großer Bolide. Dabei fällt natürlich auf, dass der Fahrer im Cockpit sehr leger daherkommt, mit Scheitel und Sonnenbrille.

In der Ansicht von vorne sieht man natürlich sehr gut das Stuttgarter Kennzeichen des Fahrzeuges. Trotz seiner Rennlackierung scheint es also eine Straßenzulassung zu besitzen. Da kann man sich als Fahrer eines solchen Autos ja nur glücklich schätzen.

Auch das schöne Heck deutet auf so etwas hin: ganz klar ist da ein Nummernschild erkennbar. Der Heckspoiler lenkt zwar etwas davon ab, aber insgesamt bleibt es doch unverkennbar.

Sehr gelungen an diesem Modell ist auch die Ausführung der Lackierung. Weder mit dem unbewaffneten Auge noch in der Vergrößerung finden wir etwas, das wir als Makel bezeichnen würden.

Auch wenn hier eine Startnummer vergeben wurde, in diesem Falle die Nummer 2, so wirkt es doch eher so, als sei der Porsche 918 Spyder ein wenig mehr Richtung aufgemotztes Straßenmodell ausgelegt.

Carrera 30815 BMW M1 Procar "No.111" Nürburgring 1000km 1984+

Ja, im Jahre 1984, da war unheimlich etwas los auf dem Nürburgring. Und es war unheimlich etwas los bei den Fahrzeugen der so genannten Gruppe 5. Das waren einfach unheimlich ungeregelte Boliden mit Leistung bis zum Abwinken. Kaum sah man jemals so etwas wie feines britisches Understatement, nein, es dominieren dick aufgetragene Schweller, ausladende Heckflügel und eigentlich konnte einem auch kein Kotflügel unter die Augen treten, der nicht tüchtig verbreitert wirkte. Und in diesem Umfeld trat dann der BMW M1 auf den Plan. Die 1000 km vom Nürburgring, ein Rennen, das traditionell von keinem geringeren Automobilclub als dem ADAC ausgerichtet wird, sind natürlich eine ganz schöne Herausforderung an Mensch und Maschine. Ja, und jetzt tritt dort ein BMW M1 in feinem Zwirn an.

Irgendwie hat das ja etwas: der BMW M1 im BOSS-Design erscheint uns hier im feinen Nadelstreifen. Am Steuer sitzen Manthey und Mertes - und sie versuchen wacker, alles daran zu setzen, dieses Rennen zu gewinnen. In der Seitenansicht kann einem ja fast ein weiterer wichtiger Sponsor des ganzen Geschehens entgehen, aber dazu kommen wir gleich. Der Druck ist jedenfalls präzise ausgeführt, und das schneeweiß der Grundfarbe kontrastiert hübsch mit dem edlen Dunkelblau des Aufdruckes.

Von vorne gesehen dominiert der BMW-typische Kühlergrill das Geschehen. Wenn man den so genauer betrachtet, merkt man, dass der so eine Art Statement abgibt. Zwar wirkt er nicht so brachial wie andere Fronten der Gruppe 5, aber Widerspruch scheint ziemlich zwecklos. Breit kommt alles daher mit ausreichend Lufteinlässen, wobei der Motor ja an sich weiter hinten folgt.

In der Draufsicht erkennt man, von den Nadelstreifen fast zerrissen, dass der BMW M1 ja auch noch die große deutsche Marke adidas als Sponsor hat. Ja, und natürlich die Firma abctuning aus Bonn, wer kennt sie nicht? Insgesamt erhöhen die Nadelstreifen natürlich nicht unbedingt die Lesbarkeit der Sponsorenaufdrucke, aber vielleicht ging es damals ja um den Gesamteindruck.

Das Heck lässt ebenfalls keine Fragen offen: hier zeigt ein Supersportler klare Kante. Basta!

Carrera 61419 Aston Martin V12 Vanquish

Jetzt denkt man bei sich im ersten Moment: "Eigentlich schade, dass man sich so ein Auto nicht leisten kann!" - aber dann denkt man einen Augenblick nach und stellt fest, dass man es natürlich doch kann. Das ist doch das Schöne an der Welt des Modellbaus, dass man auf einma Zugriff auf Dinge hat, die im wirklichen Leben unerreichbar fern für einen wären. Zum Beispiel ja aus den üblichen finanziellen Gründen. Und dabei muss man nicht einmal im klassischen Sinne arm sein, um sich einen Aston Martin Vanquish niemals leisten zu können. Denn die Preise, zu denen dieses Nobelfahrzeug in der wirklichen Welt gehandelt wird, können sich wirklich sehen lassen 446 000 Euro, die sind ja nunmal kein Pappenstiel, und das wäre ja sogar für ein Eigenheim ein sicherlich schon gehobener Preis. Daran kann man wohl erkennen, dass man mit so einem Auto wohl in die Welt der Reichen und der Schönen einsteigen würde. Zumindest aber in die Welt der Reichen. Schönheit ist ja eine andere Sache. Aber wer weiß - vielleicht sind die beiden ja auch noch auf eine ernüchternde Weise positiv korreliert. Das wäre dann ja erst recht ein Grund, sich stärker auf das Hobby zu kaprizieren, denn da kann man alles für verhältnismäßig wenig Geld bekommen. Dafür ist die Schönheit aber nur maßstäblich. Und von Carrera.Carrera Go Aston Martin Vanquish

Am Nummernschild kann man es schon erkennen, in den ganzen Kürzeln ist alles drin. Die 12 Zylinder, der Firmenname Aston Martin, das Vanquish. Der Zwölfzylinder von Aston Martin ist ein Hammer. Brüllt wie ein Stier und presst die Mitfahrer beim Anfahren in die Sitze. So ähnlich auch der Flitzer von Carrera Go!! Gut, der Grundpreis beim Aston Martin Vanquish ist demgegenüber wiederum gar nicht so erschreckend. Anfangen tut oder tat es bei 244 809 Euro, dafür bekommt man aber schon eine Spitzengeschwindigkeit von 322 km/h und eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 5 Sekunden. Da kann man eigentlich nicht klagen. Vielleicht sollte man aber einfach einmal sorgfältig messen, was bei der Maßstabsgeschwindigkeit des Carrera-Modelles so drin ist, das ja für einen Bruchteil des Preises des Originals erhältlich ist.

Carrera Go Aston Martin Vanquish

Die Silhouette des Fahrzeuges ist natürlich über jeden Verdacht erhaben. Das sieht sportlich aus, wirkt aber unaufdringlich und nicht proletenhaft. Mittlerweile ist der Wagen ja von den Backen her noch etwas runder geworden, aber das ist hier ja auch die erste Generation, das darf man nicht vergessen,

Carrera Go Aston Martin Vanquish

Rund und knuddelig genug ist das Heck ja. Es soll wohl auch den Eindruck vermittlen, dass das Auto bei aller Eleganz auch entsprechend sexy ist, aber darüber muss man an dieser Stelle gottlob ja nicht streiten. Gleichzeitig ist aber anzumerken, dass sich Aston Martin da in puncto anzüglicher Reklame durchaus etwas zuschulden kommen gelassen hat.

Carrera Go Aston Martin Vanquish

Am Ende muss man aber auch gestehen: selbst auf die Rennstrecke passt so ein schnelles Auto ja sehr gut!

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Carrera 61422 Mini Cooper blau

Von den Mini Coopers (wenn das die richtige und akzeptable Mehrzahl sein sollte) gibt es von Carrera ja tatsächlich mehrere Versionen. Alle stammen eigentlich mehr oder weniger aus dem Modelljahr 2004, wobei das natürlich nur auf die Min Coopers der ersten Generation zutrifft, die man bei Carrera im Bereich des Systems Go!!! ins Sortiment aufgenommen hatte. Denn selbstredend gibt es da auch neuere Varianten. Aber das soll uns an dieser Stelle nicht weiter stören - das tut es auch nicht. Very British, könnte man jetzt sagen - allerdings wäre British racing green dann doch die angemessenere Farbe gewesen. Naja, wie British die Marke Mini seit der Übernahme durch BMW noch geblieben ist, darüber lässt sich wahrscheinlich streiten, aber wir finden, dass die auf dem Fahrzeugdach aufgebrachte Flagge, der Union Jack, hier eigentlich eine eindeutige Sprache spricht.

Mini Cooper Racing British Flag

Merkwürdigerweise ist es aber so, dass man in der Katalogausweisung von Carrera die markante Dachgestaltung gar nicht so sehr in den Vordergrund stellt. Hier hebt man eher auf den Unterschied in der Farbe der Fahrzeuglackierung ab. Naja, gut, in irgendeiner Weise muss man da ja eine Entscheidung treffen, denn in anderer Hinsicht wiederum hat man sich keinerlei Unterscheidungsmerkmal einfallen lassen: der blaue Mini Cooper S fährt offenbar aber mit demselben Nummernschild herum wie sein roter Bruder. und da er ihm in der Anzahö der Pferdestärken ebenbürtig sein dürfte, muss man sich ja schon fragen, was man sich dabei denkt, dasselbe Nummernschild zweimal zu vergeben. Da hat doch irgendwer bei der Zulassungsbehörde nicht ganz aufgepasst, liegt als Vermutung jedenfalls nahe.

Mini Cooper Racing UK flag

Schön rundlich, mit festen Backen kommt auch diese Variante daher, und natürlich sind Front- oder Heckpartie nicht mit Fahrzeugbeleuchtung ausgestattet. Das wäre vielelicht auch ein bisschen zu viel verlangt. Und aufgrund der gleichen Abdunkelung der Scheiben wie bei allen anderen Fahrzeugen auch, muss man auch bei diesem Carrera-Go!!!-Modell konstatieren: hier sitzt ein Unbekannter am Steuer. Oder eben eine Unbekannte, das kann man ja nicht wissen, denn es ist ja jemand Unbekanntes. Eigentlich ist das auch nur logisch, oder?

Mini Cooper Racing blue left

Jetzt liegt natürlich folgende Vermutung nahe: Wer so abdunkelt, hat gewiss etwas zu verbergen. Vor allem aber dürfte er oder sie auch nur schwerlich nach draußen gucken können. Naja, dann ist eben Vorsicht am Steuer angebracht. Vor allem ist aber Vorsicht angebracht, wenn man auf der Straße einem Fahrzeug begegnet, bei dem der Fahrer wenig bis gar nichts sehen kann.

Mini Cooper Racing blue UK flag top

 Und Vorsicht und Rücksicht, das wäre doch wiederum gar nicht einmal so unbritisch, oder?

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Carrera 61423 Mini Cooper S rot

Lustig blickt er uns an mit seinen treuen Schlafaugen, der Mini Cooper S von Carrera go!!! Er stammt aus längst vergangenen Zeiten, nämlich dem Carrera-Jahressortiment des Jahres 2004. In der Zwischenzeit ist natürlich vieles passiert, aber ganz nostalgisch stürzen wir uns mal auf dieses Fahrzeug in der damals vorliegenden Form, also als Rennmodell mit dem charakteristischen karierten Dach. Der Mini Cooper S der ersten Modelljahre (also nicht der Jahre des Carreramodells, natürlich, sondern der ersten Modelljahre der von BMW übernommenen Marke) war recht stark motorisiert.

Carrera go!!! Mini Cooper Checkers red

Nicht weniger als 170PS, also in den Einheiten der neuen Währung gesprochen: 125 kW, bringt er in den Rennverlauf mit ein, damit man sein Fahrvergnügen mit ihm haben kann. Die Beschleunigungswerte sind für einen Kleinwagen dementsprechend ordentlich. Denn der Kleinwagen hat ja den Vorteil des relativ geringen Gewichts, das darf man nicht unterschätzen. In ungefähr 7,2 Sekunden geht es mit dem Auto von 0-100 km/h, das kann sich ja durchaus sehen lassen. Und wenn man ein vergleichbares Auto hat, um es in einem kleinen Duell gegen den kleinen roten Flitzer antreten zu lassen, dann kann man sicher unabhängig von den erreichbaren Endgeschwindigkeiten auf der Carrerabahn eine Menge Spaß haben. Aber da kann man nicht meckern. Der unter der Bezeichnung R53 (die noch aus den Rover-Nummern zu stammen scheint) laufende Wagen  ist ja in der Wirklichkeit bereits zu einer Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h in der Lage gewesen. Da gibt es kein Vertun: das ist eine ziemlich hohe Geschwindigkeit, alles was recht ist. Und das auch noch bei solch runden Formen, denn man muss ja zugestehen: auch sein Heck ist ganz knuddelig!

Mini Cooper Racing back Carrera

Jetzt ist dies zwar kein Porsche, aber dieser Fahrzeugpo ist auch in der maßstäblichen Verkleinerung noch ganz hübsch. Einblicke in die Fahrgastzelle gewährt er aber leider nicht. Das ist etwas schade, denn man sieht im Umfeld eines solchen Autos ja schon mal interessante Fahrer und Fahrerinnen, wie man sich leicht überzeugen kann.

Mini Cooper Racing right Carrera

In der Ansicht von oben ist natürlich dafür alles groß kariert. Sind hier Ska-Fans unterwegs? Man weiß es natürlich nicht so genau, aber die Vermutung liegt ja doch nahe! Man müsste einfach einmal genau hinhören, welche Musik aus den Lautsprechern der Stereoanlage dringt, wenn sie voll aufgedreht ist.

Mini Cooper Racing top Checkers red

Wir wünschen jedenfalls viel Spaß mit dem Mini Cooper von Carrera. Und natürlich auch mit Ska-Musik, wenn dem geneigten Leser oder der geneigten Leserin danach ist.

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Carrera 61456 Jaguar XKR "Bad Guys Car"

Vermutlich heißt diese Ausgabe des Jaguar XKR nicht umsonst "Bad Car", aber damit sind wohl weniger die Fahrleistungen oder die Motorisierung gemeint als vielmehr die beiden Insassen des Gefährts. Ach ja, deswegen heißt es ja auch "Bad Guys Car" und gar nicht "Bad Car". Das hätte man ja auch gleich schon erkennen können.

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

Ein Jaguar XKR ist ja rein leistungsmäßig nicht von schlechten Eltern, und wenn man der Wikipedia trauen kann, dann ist die rote Farbe beim Jaguar XKR Cabrio auch gar nicht ungewöhnlich. In den hier relevanten Modelljahren ist die Leistung beim Jaguar XKR jedenfalls auf 395 - 396 PS aufgebohrt worden. Damit erreicht man natürlich eine sagenhafte Beschleunigung von o-100 km/h in nur knapp über 5 Sekunden, um genau zu sein sind es sogar exakt 5,6 Sekunden beim cabriolet, das hier gezeigt wird. Die Detaillierung des Gefährtes ist natürlich ein bisschen so lala, aber das ist dem kleinen Maßstab geschuldet. Immerhin zeigt uns Carrera mit diesem Fahrzeug die beiden schlimmen Finger Atze und Hotte auf der Flucht.

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

Die beiden haben natürlich ganz schön etwas ausgefressen. Ganz sicher kann man sich ja zum Beispiel nicht sein, ob ihnen der knallrote Jaguar tatsächlich gehört, oder ob sie diesen nur gestohlen haben, um damit jetzt eine Spritztour in den Sonnenuntergang zu unternehmen. Ist es vielleicht sogar ein echtes "Breaking Bad Car"? Dann wären ja auch Drogen im Spiel!

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

Aber zu wirklich ausgeklügelten Missetaten scheinen mir die beiden dann doch nicht fähig. Hotte grinst etwas dümmlich, wenn man es sich einmal näher besieht.

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

Atze hingegen glaubt sich schon in Sicherheit, wenn man seiner Körpersprache und seinem mit der Sonnenbrille komplettierten Gesichtsausdruck Glauben schenken darf. Wenn sich die beiden da mal nicht zu sicher wähnen! Schließlich gibt es von Carrera ja auch noch ein passendes Polizeiauto, mit dem man eine wilde Verfolgungsfahrt aufnehmen kann. Hoffentlich aber kommt es dabei nicht zu Unfällen auf der Carrerabahn!

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

Wenn die beiden trotz aller Anstrengungen aber der Polizei entwischen sollten, so können sie sich deshalb noch nicht am Ziel ihrer Wünsche glauben, denn wir kennen die beiden Nürnberger Spitzbuben nur zu gut, und wir haben auch ihr Autokennzeichen. N-XK 100! Jetzt würden wir aber wetten, dass sich jemand dieses Kennzeichen schon in der wirklichen Welt reserviert hat. Wenn das mal nicht zu Verwechslungen führt!

Carrera GO! - Jaguar XKR "Bad Car"

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Carrera Opel Manta A 27233

Ist er das? Der Opel Manta A, in einem Wort das Urbild der deutschen Tunerlandschaft, mit dem fetten Spoiler, Manni am Steuer und der Friseuse auf dem Beifahrersitz? Das stellt den American Muscle Cars mal zumindestens einen "German Bizeps" entgegen. Wie das Fahrverhalten ist, bleibt noch zu erkunden!

 Von Understatement ist natürlich keine Spur beim Manta Tuner von Carrera (für das Original galt ja: Der Manta A erreichte mit dem ab 1972 erhältlichen 60-PS-Motor eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h):

Manta Quelle: https://slotbox.de

Im Prinzip ist der Manta A ein Coupé auf Basis des Opel Ascona A. Jaja, so ein eher beschauliches Erbe hat der Manta zu verwalten. Er ist aber deutlich schnittiger in der Anmutung, und mit den Doppelaugen wirkt er auch ausreichend aggressiv im Blick. Vielleicht wirkt er auf manche etwas prollig, aber man muss ihm den Kredit geben, sich zumindest wie ein kleiner Hein Mück aus der Muckibude zu geben, wenn es sein muss! Im Jahre 1970 als Konkurrent zum Ford Capri (ebenfalls von Carrera erhältlich) auf den Markt gekommen, ist der Opel Manta lange ein Traumfahrzeug der sportlich ambitionierten Untere-Mittelklassler geblieben. Ja, sportliche Ambitionen in der Mittelschicht, wo seid ihr nur geblieben? Na, wie dem auch sei: der Manta-Rochen kam lange Zeit nicht ganz so schnell auf der Überholspur angekrochen, weil der nötige Hubraum einfach fehlte. Ein Blick nach Amerika in dieser Zeit lässt den Unterschied zwischen Europa und der Neuen Welt sowieso sehr augenfällig werden! Es gibt dort um diese Zeit Autos, bei denen passt ein zeitgenössischer Opel Manta quasi ins Handschuhfach. Und beim Anlassen verbrauchen diese bereits so viel Sprit wie der Opel Manta auf der Beschleunigungsspur. So fest konnte man das Gaspedal des Opel Manta auch gar nicht niederdrücken, dass er da heran gekommen wäre. Eine steile Karriere als wahlweise geliebtes oder gehasstes automobiles Symbol hat er trotzdem hingelegt. Und die eine oder andere Friseuse, oder besser gesagt Friseurin, soll sich ja von der Schnittigkeit des Fahrzeuges mindestens ebenso beeindruckt gezeigt haben wie von der eleganten Linie des Oberlippenbartes seines Fahrers. Ja, Oliba und Vokuhila, diese Symbole des guten Geschmackes sind wohl auf ewig mit dem Andenken an den Opel Manta, dieses wunderhübsche, Auto verbunden, da kann man sich sträuben, wie man will. Ob das der Firma Opel als Marke so gut gefällt? Naja, letzten Endes sucht sich ja jedes Auto die Zielgruppe, die es verdient.