Slot.it

Automodelle auf höchstem technischen Niveau mit hervorragenden Laufeigenschaften auf den Schienen, die die welt bedeuten - dafür steht die Firma Slot.it, die, wie ihr Name ja schon fast vermuten lässt, aus dem rennsportbegeisterten Italien stammt. Dort ist man nicht nur an der real existierenden Welt der Zylinder und Ölwannen interessiert, sondern widmet sich anscheinend auch dem automobilen Rennsport im Heimbahnbereich. Einerseits stellt Slot.it ja so genannte "after market"-Produkte her, mit dem man sein Auto im Nachhinein tunen kann. Andererseits ist Slot.it auch eine Manufaktur wunderhübscher Automodelle. Hier wollen wir daher einige selbst erstandene automobile Modelle von Slot.it vorstellen (beziehungsweise unter anderem auch ein paar geplante Käufe, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt). Wir hoffen, dass wir damit einigen Freundinnen und Freunden der Carrerabahn im eigenen Wohnzimmer oder auf dem heimischen Gartengrundstück etwas Freude bereiten können. Im besten Fall geben wir sogar ein paar kleine Anregungen, welche berühmten Rennautos aus der Formel Eins oder von den Prototypen, die bei LeMans ihre Runden drehen (insbesondee hier ist die Firma Slot.it ja historisch stark vertreten), oder gar aus der Deutschen Tourenwagen-Masters-Serie man einmal selber zum eigenen Vergnügen kaufen über den Rundkurs jagen kann. Für die historische DTM hält Slot.it ja zum Beispiel ein paar schicke Alfa Romeos bereit. Wir wünschen daher allen, die an Autorennbahnen im Allgemeinen und Slotcars von Slot.it im Besonderen Freude haben, viel Spaß und ein stundenlanges Rennvergnügen damit. Die von uns ebenfalls präsentierten Streckenvorschläge sind zugegebenermaßen nicht alle wohnzimmertauglich, teilweise braucht man sogar auch ein größeres Zimmer, einen Dachboden oder den Garten zum Aufbau. Letzteres natürlich nur dann, wenn das Wetter einigermaßen stabil ist! Jedenfalls haben wir deswegen die Abmessungen immer angegeben, jedenfalls so weit es möglich war. Unserer Erfahrung nach kann man mit Slot.it sehr viel Spaß haben, egal ob es sich um das digitale System handelt oder ob man ganz klassisch im Analogbetrieb fahren möchte. Die Streckenvorschläge, die wir angeben, lassen sich jedenfalls in der einen wie der anderen Weise nutzen und entsprechend anpassen. Wenn also dem einen oder anderen Anhänger der Digitaltechnik die Beschränkung auf feste Spuren zu eng wäre, dann ließe sich durch den Einsatz entsprechender Weichen oder durch Pitstop-Erweiterungen schnell die geeignete Anpassung vornehmen, um auch dem Digitalbetrieb und seinen erweiterten Möglichkeiten Rechnung zu tragen, was die taktische Spielführung und die teilweise rasanten Überholmanöver betrifft, die durch den Einsatz des Spurwechsels realisierbar werden.

Slot.it SICA01F Audi R8C #10 LeMans 1999

Ja, die Marke Audi und die Langstreckenrennen, das ist ja im Prinzip eine einzige große Liebesgeschichte, wenn man die letzten Jahre einmal so Revue passieren lässt. Allerdings muss man jetzt der Ehrlichkeit halber einmal sagen, dass Folgendes leider wohl auch zutrifft. Das Audi R8C-Coupé der Engländer war nicht das große Ruhmesblatt des Audi-Konzerns bei den 24 Stunden von Le Mans 1999. Wenig getestet und unzuverlässig fielen die beiden Prototypen-Coupés in der 55. bzw. 198. Runde mit einem Getriebeschaden aus. Doch ab dem Jahre 2000 sollte sich dies ändern und die Dominanz der Audi R8 eingeläutet sein. Und das ist ja der Zustand, denn man eigentlich bis heute gewohnt ist. Als Slot.it-Modell ist hier natürlich direkt auf Anhieb alles richtig gelaufen: schnell, kontrollierbar, haltbar - ein echter Flitzer auf der Heimbahn. Und wenn man sich den gewaltigen Heckflügel einmal ansieht, dann wird einem ja schnell klar, dass hier von Understatement keine Spur ist, sondern bereits die Optik deutlich auf Dominanz abhebt. Die Reifen sind natürlich auch stilecht mit dem Markenlabel bedruckt, und kontrastreich hebt sich die Muschel eines weltbekannten Mineralölkonzernes vom tiefen Schwarz der Lackierung ab. Leichte Kampfspuren finden sich am Hinterrad beziehungsweise am Hinterreifen, denn der Wagen wurde schon über die Autorennbahn gescheucht, und das bleibt auch beim Fototermin nicht ohne Spuren. Ob die von Slot.i.t hier gewählten Felgen wirklich haargenau dem O.Z.-Felgendesign entsprechen? Wir wissen es nicht, aber vielleicht kann das ja mal jemand nachprüfen... na, nur ein kleiner Scherz: natürlich hat Slot.it hier ganze Arbeit geleistet, wenn man Bilder des Originals betrachtet. Das einzige Detail, das fehlt, ist in der Tat der kleine Markenaufdruck nahe der Nabe. Aber der wäre ja ohnehin mikroskopisch klein. Die Draufsicht präsentiert uns eine Le-Mans-typische Flunder, so könnte man etwas respektlos sagen. Aber natürlich ist das für ein Langstreckenrennen genau die richtige Form. Man erkennt auch fast die Handschrift des Windkanales in der Silhouette des Fahrzeuges. Ja, das sind die Namen der Rennfahrer, die beim furiosen Start der Audi-R8C-Ära in Le Mans dabei sein durften. Vielleicht haben sie alle drei ein paar lustige Sprüche auf den Lippen gehabt, als sie mit einigem sportlichen Misserfolg beschieden worden sind. Aber man sagt ja nicht umsonst "aller Anfang ist schwer", wie auch immer das jetzt auf Englisch heißen soll.

Slot.it SICA08B Lancia LC 2-84, Martini #5

Es gibt ja nur sehr wenige Dinge, die im Martini-Design nicht besonders gut aussehen, aber eigentlich fällt uns momentan kein einziges ein. Dieser Lancia jedenfalls sieht aus wie ein fleisch- beziehungsweise stahlgewordener Traum auf vier Rädern. So, das ist ja das Eine, nämlich das für das Auge Wichtige, das ästhetische Empfinden der äußeren Form, denn wir wissen ja: das Auge sieht mit! Und die Farbkombination und Linienführung, die sind doch der reine ästhetische Wahnsinn. Ja, da könnte alles so schön sein, wenn man es eben nur mit der Ästhetik zu tun hätte, aber leider kommt einem die verflixte Realität eben immer wieder einmal dazwischen. Technisch gesehen gab es mit dem ausgesprochen hübschen Lancia ja doch Probleme, die wir aber aufgrund der völlig anderen und letztendlich auch weniger anfälligen elektrischen Technik bei unserem Lieblingshobby nicht erwarten würden. Paolo Barilla, Mauro Baldi und Hans Heyer nahmen mit dem Lancia LC2 an den 1984er 24 Stunden von LeMans teil, schieden aber in der 20. Stunde mit einem Motorschaden aus. Es war wohl mit der Nockenwelle etwas nicht so ganz astrein. Eigentlich schade, denn mit 234,818 km/h stellt Nannini auf Lancia LC2 im selben Jahr einen neuen Rundenrekord auf. Der Wagen hätte also wohl Potenzial gehabt - dennoch dominieren die Porsche 956 T auf ganzer Linie (Barilla wechselt im Folgejahr auch zu Porsche). Aber im Slotracingbereich ist die Nockenwelle nur ganz selten mal ein Problem. Hübsch ist der Lancia dennoch allemal, auch wenn man das jetzt in der seitlichen Ansicht nicht so erkennt - vor allem auch durch die klassische Martini-Lackierung. Und hinten heraus aus den Auspuffrohren bläst die Gewalt von 800 PS. Wenn man da etwas zu nahe dran steht, dann fliegt man im schlimmsten Falle weg wie wenn ein Hurrikan an einem vorbeizieht oder ein Shuriken an einem vorbeifliegt, der mit magischer Gedankenkraft aufgeladen ist. Wenn man an so etwas überhaupt glaubt, dass irgend etwas mit Gedankenkraft aufgeladen ein kann. Bis dahin lassen wir es damit bewenden, unsere Autos mit der Kraft von 12 Volt aufzuladen. Hier nun die Frage: ist das Paolo Barilla, oder ist das nur das Modell? Schwierig zu entscheiden, oder? Von oben betrachtet sieht man ja doch wieder ein Le-Mans-taugliches Flunderdesign der Exraklasse. Was man in der Vergrößerung erkennt, sind vielleicht ganz leichte Unsauberkeiten im Druck vorne: Aber diese könnten mittlerweile auch eher Kampfspuren von der Rennbahn sein. Das ist, mitsamt Gürtelschnalle, das korrekte Bild vom Martini Racing Club, das uns hier erfreut. Schade, dass es dann am Ende doch nicht völlig hingehauen hat mit den 24 Stunden von Le Mans 1984.