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Buddh International Circuit

Einer der neueren Kurse im Rennzirkus der Formel Eins befindet sich in Indien, genauer gesagt sogar in der Stadt Greater Noida in dem Bundesstaat Uttar Pradesh. Uttar Pradesh ist eigentlich recht bekannt, aber da wir uns mit Indien nicht so auskennen, können wir keine größeren touristischen Empfehlungen geben. Uns interessiert hier zunächst einmal, dass es in Greater Noida eine Automobilrennstrecke gibt. Hier präsentieren wir daher einmal einen Nachbau mithilfe der Schienen von Carrera, der den Buddh International Circuit in Delhi darstellen soll, der im Jahre 2011 zum ersten Mal Austragungsort eines Grand-Prix-Rennens der Formel Eins war, nämlich des Großen Preises von Indien am 30. Oktober 2011. In den beiden Folgejahren 2012 und 2013 wurden hier ebenfalls Grand-Prix-Rennen ausgetragen, die alle drei von Sebastian Vettel gewonnen wurden. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten, die Vettel dabei erreichte, lagen jeweils über 200 Stundenkilometern, was dafür spricht, dass es sich bei dieser Rennstrecke um einen sehr flüssig zu fahrenden Kurs handelt. In seinem ersten Rennen gelang Sebastian Vettel dabei auch noch ein Grand Slam, denn er führte das Rennen von der Pole Position aus an und fuhr neben dem ersten Platz auch die schnellste Rennrunde ein. Die schnellsten Runden fuhren 2012 und 2013 dann Jenson Button und Kimi Räikkönen. Wenn man einmal in den zur Verfügung stehenden Quellen recherchiert, findet man schnell heraus, auf welche Art unser Plan eine Interpretation versucht, die dem Vorbild die im Detail einigermaßen folgen kann. Es handelt sich aber dann beim Aufbau auch um eine relativ große Bahn von 5,40 m x 7,92 m Abmaßen. Das liegt in ganz wesentlichen Teilen daran, dass wir um der anzustrebenden Fahrflüssigkeit willen nur da, wo es unbedingt sein muss, nicht auf Kurven verzichten, die den engsten derzeit im Handel erhältlichen Kurvenradius haben - 8 Kurvenradien R1 stehen beispielsweise 20 Kurven mit dem Radius R2 gegenüber. Wenn aber ja die Kurven im Norden der Strecke (hier im Plan westlich gelegen) bereits den Radius R2 aufweisen, vergrößert sich die ganze Streckenführung natürlich entsprechend, dagegen lässt sich wenig ausrichten. Die Streckenlängen betragen in unserem Vorschlag 25,72 m auf der Innenbahn beziehungsweise 26,35 m auf der Außenbahn. Wenn die Längen so schon, bezogen auf die Gesamtstreckenlänge der Bahn, mit gut 60 cm Unterschied sehr nahe beieinander liegen, so sind sie durch den Einsatz von Kreuzungsteilen weiterhin egalisierbar zu jeweils einer dazwischen liegenden Länge, die wir hier aber nicht genauer angeben. Den öffentlich zugänglichen Informationen entnimmt man ja mit Leichtigkeit, dass die Rennstrecke im Original so in der Gegend von 5,125 km lang ist, und es werden im Grand Prix 60 Runden gefahren. 60 Runden scheinen auch für den Modellfahrer machbar zu sein, sie sind vielleicht sogar ein wenig zu schnell vorbei. Die Temperaturen sind in den Oktoberrennen in Delhi für europäische Verhältnisse weiterhin extrem warm, vielleicht muss man dann beim eigenen Nachfahren der Rennen auch irgendwie ein Kartoffelfeuer bauen oder einen Kanonenofen im heimischen Garten aufstellen, denn einen Raum, der ausreichend Platz für den Rundkurs bieten kann, wird man so schnell kaum zur Verfügung haben. Die Hügeligkeit der Originalstrecke immerhin wird man mit dem Schienenmaterial von Carrera darüber hinaus auch nicht ganz so gut nachgestalten können, da es von einiger Sprödizität ist, wenn man einmal so sagen will. Ob man die Strecke aber gleich zu einer sprichwörtlichen Berg-und-Talfahrt ausbauen möchte, das bleibt wohl jedem selbst überlassen.

Buddh International Circuit New Delhi

Die Stückliste wirft Folgendes aus:

Carrera 132/124 20509 Standard Straight 45
Carrera 132/124 20515 Connection Straight 1
Carrera 132/124 20571 Curve R1/60° 8
Carrera 132/124 20572 Curve R2/30° 21
Carrera 132/124 20573 Curve R3/30° 4
Carrera 132/124 20577 Curve R1/30° 3
Carrera 132/124 20611 Third Straight 1
Carrera 132/124 20612 Quarter Straight 2

Zur Orientierung liefern wir gleich auch noch einen farbkodierten Plan, weil das Farbschema vielleicht beim Aufbau etwas hilft - die ganze Sache kann ja sonst schnell unübersichtlich werden.

Buddh International Circuit New Delhi

Die maßstäbliche Streckenlänge im Maßstab 1:32 wäre ja so ungefähr 160,50 m. Dazu wären allerdings deutlich mehr Streckenteile erforderlich, als man so gemeinhin auf dem Dachboden oder im Keller aufbewahren kann. Daher sind die zu fahrenden 60 Runden deutlich schneller geschafft als die Rekordrunde von Sebastian Vettel 2011 in der Formel Eins auf dieser Rennstrecke. Vettel war 1:27,249 Minuten in seiner schnellsten Runde auf dem Kurs unterwegs. Das wird auf Carrera ein Vielfaches schneller gehen, aber halt maßstäblich gedacht. Auf dem Rundkurs von Buddh sind in der Vergangenheit bereits mit großer Regelmäßigkeit faszinierende Rennen ausgetragen worden, und vielleicht ist es ja auch möglich, die Faszination der Rennstrecke maßstäblich einzufangen und auf mit einem Aufbau auf Carrera nachzuempfinden. Bei unserer Präsentation der Rennstrecke, eben auch bei der von Buddh, versuchen wir uns an zwei Parametern zu orientieren. Einerseits wollen wir auf dem Autorennbahnsystem von Carrera eine einigermaßen realistische und naturgetreue Streckenführung verwirklichen, damit der Streckenplan von Buddh auch die gleiche Anmutung hat wie in den fotografischen Abbildungen. Andererseits soll der Streckenplan aber auch noch eine einigermaßen alltagspraktische Handhabung zum Ausrichten von Slotcar-Rennen ermöglichen. je nach Größe der Gegebenheiten bedeutet das manchmal, dass man die Rennstrecke von Buddh mit Schienen von Carrera vielleicht nur im heimischen Garten oder auf einem Dachboden aufbauen kann, dabei bemühen wir uns aber immer, ein Rennvergnügen auch im heimischen Wohnzimmer zu ermöglichen. Allgemein ist es aber natürlich so, dass der Streckenvorschlag an Realismus verliert, je stärker er verkleinert und abstrahiert wird. Ein Streckenvorschlag bleibt also immer ein Kompromiss, auch hier bei der Strecke von Buddh ist das nicht anders. Dennoch hoffen wir, dass wir mit dem Streckenvorschlag zumindest eine Anregung zum eigenen Streckenbau geben können. Viel Spaß wünschen wir weiterhin mit Carrera - und vielleicht ja auch mit dem Rundkurs von Buddh!