Sie sind hier

Reifenstapel als Bahndekoration selbst herstellen+

Ihr seht hier niemals Werbung, könnt uns aber kleine Wünsche erfüllen: amazon.de/wishlist. Wir bedanken uns herzlich!

Eine weitere schöne Idee, die ich im slotblog von Roland Preuß gefunden habe, betrifft die ewige Frage nach den dekorativen Reifenstapeln, die sich am Rande von Rennstrecken insbesondere als Aufprallschutz gefunden haben. Na ja, das klingt jetzt so, als befänden sich keine Reifenstapel mehr am Rande von Rennstrecken, aber das wäre sicherlich nicht richtig zu behaupten. Immer noch spielen die aufgestapelten Reifen eine wichtige Rolle für die Sicherheit in der so genannten Auslaufzone einer Rennstrecke, denn die Reifen können aufgrund ihres Materials und ihrer Form auch als Aufpralldämpfung eingesetzt werden. Jetzt stellt sich aber die Frage, wie stelle ich beim Basteln möglichst billig und kostengünstig Reifenstapel für die Carrerabahn her? Und wie gestalte ich diese, damit sie möglichst naturgetreu aussehen? Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass man direkt vom Hersteller Carrera die unter der Nummer 21130 erhältlichen Reifenstapel kauft, die mit ihrer Länge von 26 cm und der Möglichkeit, sie am Fahrbahnrand zu befestigen, eigentlich ja schon eine für den weniger begabten Modellbauer ausreichend anspruchslose Lösung bieten. Die 26 cm langen, untereinander verbundenen Stapel weisen ein angedeutetes Profil auf und sind - typisch für die Autorennbahn - abwechselnd in rot und weiß gehalten. Je neun Stapel à drei Reifen sind miteinander zu Ketten verbunden, dabei sind in der Packung 6 Ketten vorhanden, das heißt, man erhält das Äquivalent von 162 Reifen inklusive einer Befestigung für die Carrerabahn. Lustigerweise sind die Reifen bei Carrera immer abwechselnd in rot und weiß übereinandergestapelt. Auch von der Firma Slot Track Scenics gibt es Sets mit Reifenstapeln. Dort sind Stapel zu 6 Reifen in 5er-Ketten zusammengefügt. Im Set sind davon 5 vorhanden, das entspricht also circa 150 Reifen, die man manchmal um die 13 € erstehen kann. Diese sind aber im Wesentlichen nur schwarz. Wenn man möchte, kann man aber auch so vorgehen, wie Roland Preuß es auf seiner Webseite illustriert und stellt Reifenstapel aus Einzelreifen her. Die Firma Van Manen bietet nämlich im Spielzeugbereich eine ganz interessante Option an, das so genannte "Silo Cover"-Set, das aus einer schwarzen Plastikfolie und (laut Aufdruck auf der Packung) 50 einzelnen Reifen besteht. Das ist aber längst kein Geheimtipp mehr, so dass man es des öfteren in der Gegend um 6 € im Handel findet, wenn man Glück hat auch darunter. Aber das ist natürlich so ein Spiel. Wozu man sich jetzt aus welchen Gründen entscheidet, das muss man ja am Ende selbst wissen.

Bei der Bemalung dieser Reifenstapel, die man mit einem geeigneten Kunstoffkleber beziehungsweise Bastelkleber aus den Einzelreifen herstellen kann (Roland Preuß zum Beispiel empfiehlt Uhu hart), kann man jetzt zwei Wege gehen. Optisch überzeugend sieht die Lösung von Roland Preuß aus. Seine Carrera-Reifenstapel haben eine schönen Alterungseffekt, den er, wie er selber schreibt, dadurch erreicht, dass er einfach etwas nachlässiger pinselt. Das interessante ist, dass die Reifen, wenn man sie jetzt näher betrachtet, aber genau umgekehrt aussehen wie in der Wirklichkeit, denn die Reifenstapel an Rennbahnen haben ja nicht die weiße und rote Farbe in den Zwischenräumen, sondern auf der Profiloberfläche. Dennoch spricht für die Lösung von Roland Preuß zumindest die Tatsache, dass man im Vergleich zu der Ausführung durch den großen Markenhersteller in der Wirklichkeit häufiger Reifenstapel sieht, die zwar abwechselnd rot und weiß angemalt sind, aber eben einen roten Stapel neben einem weißen Stapel haben und so weiter. Daher wirkt ja Roland Preuß' Lösung auch optisch überzeugend. Fraglich wäre halt, ob man noch näher an die Wirklichkeit kommt, wenn man einfach noch nach der farbigen Bemalung einen schwarzen "wash", also einen Überzug mit stark verdünnter schwarzer Farbe, vornimmt, so dass die Pigmente in die Vertiefungen laufen können. Aber das müsste man einmal ausprobieren.

Quelle: https://www.slotblog.de/modellbau/autorennbahn-bahngestaltung/kostenguen...