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Circuit Gilles-Villeneuve Montréal

Gilles Villeneuve ist ein großer Rennfahrer gewesen und bekanntlich ja auch der Papa des nicht minder als erfolgreich geltenden Filius Jacques Villeneuve. Gilles Villeneuve kam unter tragischen Umständen in Zolder ums Leben, als er gerade einmal 32 Jahre alt war. Jacques Villeneuve verlor dabei als Zehnjähriger bereits seinen Vater, wurde aber trotzdem oder gerade deshalb ein großer Autorennfahrer wie sein Onkel, der ebenfalls auf den Namen Jacques hört. Ganz zu Recht , so ahnt man, trägt daher der Rundkurs von Montréal den Namen des Vaters. Übrigens wurde der damals noch unter dem Namen Circuit Île-Notre-Dame geführte Rundkurs kaum einen Monat nach Villeneuves Tod umbenannt, und zwar während des Grand Prixs von Kanada. Auch an der Startlinie ist ein Gruß an Gilles im Asphalt verewigt. Das ist alles zusammen doch eine schöne Geste der Wertschätzung. Übrigens fuhr Gilles Villeneuve 1979 einen Ferrari 312 T4, der auch in der so genannten ultimativen Ferrari-Garage eines bekannten Herstellers von kleinen Kunststoffklötzchen zu finden ist. Kanada, wo der Rundkurs liegt, ist ja bekanntermaßen ein schönes und flächenmäßig recht ausgedehntes Land nördlich der Vereinigten Staaten von Amerika, das braucht wohl gar nicht extra erwähnt zu werden, weil es ohnehin jede(r) weiß. Hier wird also in der Formel Eins so gut wie alljährlich der große Preis von Kanada ausgetragen (lediglich 1975, 1987 und 2009 gab es keinen Halt in Kanada). Was aber nicht jede(r) weiß: Montréal liegt ziemlich genau auf der Höhe Frankreichs. Ungefähr so auf der gleichen Höhe wie Limoges. Das kommt einem dann aber auf einmal gar nicht mehr so nördlich vor, was? Na ja, wie dem auch sei, als ziemliche Südländer sind die Kanadier auch nicht ganz so hochgewachsen wie zum Beispiel die Schweden oder die Niederländer. Aber das soll jetzt niemanden auf eine falsche Fährte locken, denn den Rennstrecken sieht man das nicht sofort an, die sind nämlich tüchtig groß und ausgedehnt, so wie das ganze Land. Und immerhin: mit 6,97 m x 2,17 m schon fast Wohnzimmermaße hat (wenn man ein dieser Strecke angemessen großes Wohnzimmer hat) die Rennstrecke des Formel Eins GP von Montreal, jedenfalls hier im Modell auf Schienen von Carrera. Der Circuit Gilles Villeneuve auf Carrera, im Original 4,361 km, hat hier Streckenlängen von 15,75 m und 16,37 m (durch Spurwechsel möglicherweise ausgleichbar auf gleiche Längen pro Spur). 70 Runden sind im Original zu fahren - wer's gerne zu Hause nachstellen möchte: viel Spaß! Und natürlich handelt es sich hier auch fast schon um die Wohnzimmerstrecke bei Schumachers zu Hause - Michael und Ralf haben hier beide schon den Grand Prix gewonnen, und in den Jahren zwischen 1997 und 2004 hat die Kerpener Familie überdeutlich dominiert. Aber beim Grand Prix zu Hause im heimischen Wohnzimmer braucht man ja keinen Schumi zu fürchten - und auch Barrichellos beste Rundenzeit von 1'13''622 lässt sich wohl spielend pulverisieren.

Montreal Streckenvorschlag Carrera

Die entsprechende Stückliste ist natürlich in Bezug auf die eingesetzten Kurven sehr R1-lastig, also vielleicht doch etwas für Rallye-Autos? Na ja, bei Carrera sind die R1-Kurven ja durchaus schon recht zügig zu fahren.

Carrera 132/124 20509 Standard Straight 20
Carrera 132/124 20515 Connection Straight 1
Carrera 132/124 20571 Curve R1/60° 14
Carrera 132/124 20572 Curve R2/30° 9
Carrera 132/124 20573 Curve R3/30° 5
Carrera 132/124 20611 Third Straight 1
Carrera 132/124 20612 Quarter Straight 2

Viel Spaß jedenfalls wünschen wir!  Apropos: etwas weniger eng kann man die Strecke auch fahren, wenn man die vielen R1-Kurven durch Standardkurven ersetzt. Aber eigentlich ist das egal, denn viel wichtiger ist doch möglicherweise die farbkodierte Version:

Montreal Streckenvorschlag Carrera

Auf dem Rundkurs von Montreal sind ja bekanntlich in der Vergangenheit bereits mit großer Regelmäßigkeit faszinierende Rennen ausgetragen worden, und vielleicht ist es ja auch möglich, die Faszination der Rennstrecke maßstäblich einzufangen und auf mit einem Aufbau auf Carrera nachzuempfinden. Bei unserer Präsentation der Rennstrecke, eben auch bei der von Montreal, versuchen wir uns an zwei Parametern zu orientieren. Einerseits wollen wir auf dem Autorennbahnsystem von Carrera eine einigermaßen realistische und naturgetreue Streckenführung verwirklichen, damit der Streckenplan von Montreal auch die gleiche Anmutung hat wie in den fotografischen Abbildungen. Andererseits soll der Streckenplan aber auch noch eine einigermaßen alltagspraktische Handhabung zum Ausrichten von Slotcar-Rennen ermöglichen. Abhängig von der Größe der Gegebenheiten bedeutet das manchmal, dass man die Rennstrecke von Montreal mit Schienen von Carrera vielleicht nur im heimischen Garten oder auf einem Dachboden aufbauen kann, dabei bemühen wir uns aber immer, ein Rennvergnügen auch im heimischen Wohnzimmer zu ermöglichen. Allgemein ist es aber natürlich so, dass der Streckenvorschlag an Realismus verliert, je stärker er verkleinert und abstrahiert wird. Ein Streckenvorschlag bleibt also immer ein Kompromiss, auch hier bei der Strecke von Montreal ist das nicht anders. Dennoch hoffen wir, dass wir mit dem Streckenvorschlag zumindest eine Anregung zum eigenen Streckenbau geben können. Viel Spaß wünschen wir weiterhin mit Carrera - und vielleicht ja auch mit dem Rundkurs von Montreal, insbesondere aber mit der FLOTUS! Denn es ist ja in hohem Maße wahrscheinlich, dass die verschiedenen Flotusse einmal diesen Kurs zusammen mit den Potussen besuchen werden.